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Matcha Tee – kann er wirklich beim Abnehmen helfen

Matcha oder Grün Tee

Dem Matcha Tee werden schon fast magische Fähigkeiten nachgesagt. Darunter auch eine verbesserte Fettverbrennung. Kann man also mit Matcha Tee wirklich abnehmen oder sind die dem Trend Tee zugeordneten Fähigkeiten mehr ein Mythos?

Wer den grünen Matcha Drink im Glas zum ersten Mal sieht fühlt sich eher an ein Gebräu aus der Chemieküche erinnert. Dabei handelt es sich beim dem Tee um eine der edelsten Grünteesorten überhaupt, Mittlerweile hat der Siegeszug des Matcha auch vor deutschen Teestuben und Haushalten nicht halt gemacht. Angeboten wird der Tee mit so klangvollen Namen wie „Latte Matcha“ , „Matcha Shakes“ oder auch als „Matcha Smoothie“. Selbst in Kuchen oder Eis lässt das grüne Pulver sich verarbeiten und gibt so dem Gebäck und Eisprodukten eine besondere Note und Färbung.

Wo kommt der Matcha Tee her

Die Ursprünge der Matcha Tee Herstellung liegen in China. Nach den Quellen bereiteten Buddhistische Mönche den Tee erstmals im 600 Jahrhundert nach Christus vor und nutzen den Tee im Rahmen der traditionellen chinesischen Medizin. Die Teeblätter wurden dazu getrocknet und zu feinem Pulver zermahlen. Der Genuss erfolgte hauptsächlich Klöstern bei verschiedenen Teezeremonien.  Auf Grund seiner Verwendung in der chinesischen Medizin dürfte der Matcha wohl auch seinen Ruf haben besonders Gesund zu sein.

Im Laufe der Jahre ging im Ursprungsland das Wissen um die heilsamen Kräfte und Herstellung des Tees verloren. Kam aber über den Buddhismus nach Japan, wo der Tee noch heute sehr beliebt ist. Man hat zwar auch in China die Matcha Teeproduktion wieder aufgenommen aber Japan ist der größte Matcha Teehersteller weltweit. Den Großteil des hergestellten Tees nutzen die Japaner allerdings selber. Daraus lässt sich auch der hohe Preis von 50 Euro für eine 30 Gramm Dose begründen. Sollte die Nachfrage allerdings weiterhin steigen dürfte der Tee auch in anderen Ländern angebaut und hergestellt werden.

Wie wird der Matcha hergestellt

Bei Matcha handelt es sich um zu feinem Pulver zerriebenen grünen Teeblätter des Tencha Teestrauchs, die allerdings einige Besonderheiten aufzuweisen haben.  Die Teesträucher werden etwa 4 Wochen vor der eigentlich Ernte beschattet. Durch den Sonnen- bzw. Lichtentzug erhalten sie ein besonders intensives Blattgrün mit hohem Chlorophyll Gehalt und einen hohen Anteil an Aminosäuren. Der Geschmack der Tees ist je nach ihrer Erntezeit leicht süßlich oder herb.

Nach dem Pflücken werden die Tee Blätter unter Dampf getrocknet um die Inhaltstoffe zu erhalten und zu einem extrem feinen Pulver zwischen Mahlsteinen zerrieben. In Japan gibt es einige berühmte Anbaugebiete, die für einen besonders hochwertigen Tee stehen. In Europa findet man in Tee Geschäften immer wieder Angebote von Matcha bei denen es sich eigentlich um normalen Grüntee handelt. Hier muss beim Einkauf aufgepasst werden.

Wie wirkt sich Matcha Tee auf die Gesundheit aus?

Auch wenn dem Tee heilende und vorbeugende Wirkung nachgesagt werden, wissenschaftlich bewiesen ist davon allerdings bislang nur wenig. Trotzdem lassen allein schon die vielen Inhaltstoffe den Schluss zu, dass der Tee einige positive Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden hat.

Matcha Tee ein echter Wach- und Fitmacher

Wie andere Grünteesorten enthält auch der Matcha einen Anteil an Koffein der bei guten Sorten etwa 1 Prozent höher liegt wie bei herkömmlichem grünen Tee. Dies liegt vor allem an der Herstellung, da die Blätter bei der Trocknung und dem Zermahlen in den Granitmühlen weniger von ihren Inhaltsstoffen verlieren und letztendlich das Teeblatt in pulverisierter Form direkt verwendet wird. Im Gegensatz zu Kaffee putsch der Tee wegen seinen Gehalts an Aminosäuren, Vitaminen und Mineralien nicht so auf und wirkt eher ausgleichend.

Positive Wirkungen durch hohen Anteil an EGCG

Matcha enthält einen 3 mal höheren Anteil an EGCG (Epigallocatechingallat) wie normaler grüner Tee. Dem Stoff wird eine antiangiogenetische Wirkung nachgesagt. Darunter versteht man eine wachstumshemmende Wirkung der Blutgefäße. Der Wirkstoff könnte von daher auch in der Tumor Bekämpfung positive Effekte haben. Zudem zeigen einige Studien das EGCG auch entzündungshemmende Eigenschaften hat. Es ist allerdings bisher noch nicht nachgewiesen ob dies ausschließlich auf EGCG zurückzuführen ist oder ob es sich dabei um eine Zusammenspiel verschiedener Inhaltstoffe handelt.

Abnehmen mit Matcha der große Trend in Hollywood

Etliche Stars und Sternchen der Film- und Showbranche schwören auf den gewichtsreduzierenden Effekt des. Das man aber wirklich mit Matcha abnehmen kann ist nicht nachgewiesen. Grünem Tee wir grundsätzlich eine entschlackende Wirkung nachgesagt. Zudem sollen die im Matcha Tee enthaltenen Katechine die Fettverbrennung des Körpers verbessen. Auch hier gilt wieder die alte Formel weniger Kalorien mit der Ernährung aufnehmen wie der Körper durch Grundumsatz und zusätzliche Bewegung verbraucht, nur durch den Genuss von Matcha Tee wird man nicht abnehmen. Möglicherweise kann man etwas schneller abnehmen bzw. die Fettverbrennung beschleunigen. Wunder sollten nicht erwartet werden.

Hautverjüngende Eigenschaften des Tee’s

Die in Matcha enthaltenen Katechine sollen freie Radikale binden. Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass freie Radikale in Kombination mit dem Sonnenlicht eine Hauptursache für die Hautalterung ist. Katechine werden von daher auch oft in Antifaltencremes der Kosmetik Hersteller verwendet.

Die vielen positiven Eigenschaften erhält der Matcha Tee durch die große Anzahl an Inhalts- und Ballaststoffen die in vielen Fällen höher wie bei dem deutlich günstigeren grünen Tee. Ob sie sich aber auch verstärkt auf die Gesundheit oder die Gewichtsreduzierung auswirken ist zumindest nicht nachgewiesen.

Baim Kauf von Matcha Tee sollte man darauf achten das der Tee aus Japan stammt und ein Bio Siegel hat
Baim Kauf von Matcha Tee sollte man darauf achten das der Tee aus Japan stammt und ein Bio Siegel hat

Zubereitung und Verwendung des Matcha Tee’s

Bei der Traditionellen Herstellung werden 2 bis3 Gramm Matcha mit etwa 80 Grad heißem Wasser übergossen. Beim umrühren wird nicht etwa ein herkömmlicher Teelöffel verwendet sondern ein spezieller Bambusbesen. Die Art der Tee Zubereitung soll gewährleisten, das möglichst wenige der Inhaltsstoffe zerstört werden.

Den Matcha kann man nicht nur als normalen Tee trinken. Ganz im Trend ist Matcha Latte. Dazu aus Milch einen schönen Schaum erzeugen und auf den Tee geben. Den Milchschaum dann noch mit ein wenig von dem grünen Pulver bestreuen.

Da der Tee aber in Pulverform vorliegt, kann man ihn auch gut unter andere Speisen und Getränke mischen.  So eignet sich das grüne Pulver für Eistee, unter green Smoothies gemischt, selbst im Frühstücks Joghurt kann der Matcha untergerührt werden. Für eine besondere Farbnote und Geschmacksrichtung sorgt der Tee auch in Gebäck, Pralinen oder Kuchen.

Unser Fazit

Matcha Tee ist kein Allheilmittel aber die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit scheinen zumindest vorhanden zu sein. Man sollte allerdings nicht erwarten das Matcha Tee die Fettpolster jetzt einfach verschwinden lässt. Ob sich der hohe Preis im Gegensatz zum normalen grünen Tee aber wirklich lohnt ist zumindest fraglich.

Quellen
http://de.wikipedia.org/wiki/Matcha