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Zucker der süße Stoff mit den verschiedenen Gesichtern

Die Gewichtsprobleme sind unter anderem auf unseren übertriebenen Genuss von zuckerhaltigen Produkten und zu wenig Bewegung zurück zu führen. Dabei sind wir uns oft überhaupt nicht bewusst das in unseren Nahrungsmitteln der süße Dickmacher enthalten ist. In ihrem Artikel zeigt Kristina Mauthe auf wo sich der Zucker in unserer Ernährung überall versteckt.

Fällt das Stichwort „Zucker“, denken die Meisten spontan an den weißen Haushaltszucker aus Zuckerrüben. Dabei ist Zucker nur ein Sammelbegriff für verschiedene Arten von Süßungsmitteln. Jeder weiß, dass Zucker eine Kalorienbombe ist und wer gesund abnehmen will, bemüht sich um einen sparsamen Einsatz. „Feste“ Zucker wie weißer oder brauner Zucker oder auch Rohrzucker sind gut zu berechnen. Als grobe Faustformel gilt: 4 kcal je Gramm fester Zucker, ein gestrichener Esslöffel voll wiegt ungefähr 10 g und ein gehäufter Esslöffel ca. 15 g.

Bereits bei flüssigen Süßungsmitteln wie Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft oder Rübensirup wird es schwierig, denn je nach Wasseranteil gibt es große Unterschiede in den Nährwerten. Aber auch sie sind hochkalorisch und beinhalten die Nachteile von Zucker. Zum Süßen eingesetztes Trockenobst ist ebenfalls stark zuckerhaltig, denn es enthält bis zu 70 % reinen Fruchtzucker. Dieser entsteht durch die Trocknung bei relativ hoher Hitze. Wer also meint, mit Trockenfrüchten Zucker umgehen zu können, der irrt bereits hier.

Wo Zucker drin steckt ist vom Laien oft kaum zu erkennen

Zutaten ListeNoch schwieriger wird es bei Fertig- und Halbfertigprodukten, da die Industrie verschiedene Zucker einsetzt, die nicht sofort vom Laien als solche erkannt werden. Häufig findet man sogar mehrere Sorten auf einer Zutatenliste, so dass der wahre Zuckergehalt auf diese Weise verschleiert wird, denn so taucht der Zucker nicht als erste und damit als Hauptzutat auf. Hier spricht man vom „versteckten Zucker“.

Grundsätzlich sind Begriffe mit der Endung -ose ein Hinweis auf Zucker. Die gängigsten von der Industrie eingesetzten Zucker sind Saccharose (Haushaltszucker aus Zuckerrüben oder -rohr), Glucose, auch Dextrose genannt (Traubenzucker), Fructose (Fruchtzucker), Lactose (Milchzucker) und Maltose (Malzzucker) sowie die Sirupe aus diesen Zuckern. Ebenfalls gern eingesetzt werden Invertzucker und Invertzuckersirup, eine verarbeitete Trauben- und Fruchtzuckermischung. Je häufiger diese Begriffe auf der Zutatentliste auftauchen, desto aufmerksamer sollte der Käufer sein, denn damit könnte er sich eine wahre Zuckerbombe in den Einkaufswagen legen.

Schon bei der Verpackungsaufschrift werden wir getäuscht

NährwerttabelleZusätzlich irreführend sind die auf vielen Verpackungen aufgedruckten Nährwertangaben „pro Portion“, da diese in den meisten Fällen unrealistisch klein angegeben werden und außerdem die Nährwerte mit Hilfe der selbst zugegebenen Zutaten wie Milch schön gerechnet werden. Besser sind die Nährwertangaben je 100 Gramm, immer öfter wird hier auch der wahre Zuckergehalt angegeben. So sieht man auf einem Blick, wieviel Prozent des Produktes nur aus Zucker besteht. Fehlt die Zuckerangabe, kann man sich an den Kohlenhydratangaben orientieren. Enthalten die Zutaten nämlich keine oder nur wenige Kohlenhydrate, dann sind die angegebenen Kohlenhydrate meistens aus Zucker.

Beim Einkauf schon sich selber Fragen ob man so viel Zucker einsetzen würde

ZuckerVor dem Kauf eines industriell hergestellten Lebensmittels sollte man sich unbedingt fragen, ob man zuhause mit den dort vorhandenen Zuckern ebenfalls so stark süßen würde wie die Industrie. So sind Frühstücksflocken mit 33 % Zucker eher eine Süßigkeit als ein gesundes Frühstück, denn wer würde sein selbst zusammen gestelltes Müsli mit so viel Zucker zubereiten? Eine Prise Zucker hebt bei würzigen Speisen den Eigengeschmack, das wussten schon unsere Großmütter. Die Industrie ist aber selbst hier großzügiger. Eine Tiefkühl-Pizza enthält beispielsweise bis zu einen Esslöffel Zucker, auch andere Fertiggerichte, Soßen und Dressings sind oft gut gesüßt.

Limonaden und Fruchtsäfte sind oft böse Zuckerfallen

Getränke enthalten ebenfalls viel des süßen Dickermachers, dieses gilt nicht nur für Limonaden und Nektare. Der vermeintlich gesunde Fruchtsaft enthält mit ca. 10 g Zucker auf 100 ml ähnlich viel Zucker wie Cola. Mit einem Glas Saft nimmt man also zwei gestrichene Esslöffel Zucker zu sich. Traubensaft enthält sogar bis zu 30 % Zucker. Saft sollte deshalb grundsätzlich stark mit Wasser verdünnt getrunken werden. Über den Tag verteilt nehmen wir über die versteckten Zucker erheblich mehr Zucker zu uns als das, was wir an sichtbaren Haushaltszucker verwenden. Wer auf Zucker achten möchte oder muss, der sollte diese versteckten Zucker berücksichtigen.

Autor Kristina Mauthe

Fotos von Essen machen schlank

Nach neuesten Erkenntnissen von US amerikanischen Forschern, soll schon das Ansehen von Essen satt  machen. Diesen Fakt beobachteten die Forscher vor allem auf Facebook und Co wo viele ständig ihr tägliches Essen ins Netz stellen und so die eigenen Freunde gleich mit satt machen.

Foto vom Essen

Wer sich in seinem Facebook oder google Plus Profil umsieht wird sicher jemanden finden der eigentlich täglich Bilder von seinen frisch zubereiteten Rezepten postet. Foodbloggen ist ein beliebte Sache, wir stellen ja auch fast täglich neue Diät Gerichte ins Netz. Der Hintergrund ist eigentlich die gesunde Ernährung, kalorienreduzierte oder auch fettreduzierte Kost in den Ernährungsplan zu bringen.

Optische Überdosis an Essen wirkt wie ein Sättigungseffekt

Wie die US Forscher jetzt feststellten führt eine Überdosis an Fotos von Essen dazu, dass man lieber direkt auf das Essen verzichtet. So scheint sich laut den Forschern dies direkt auf das Gehirn auszuwirken und man hat nicht nur den optischen Eindruck der Nahrung sondern man meint diese auch zu riechen und zu schmecken. Es ist halt so ähnlich wie beim dritten oder vierten Stück Torte, das auch nicht mehr so gut schmeckt wie das Erste.

Dabei scheint das Betrachten der Fotos nicht nur bei speziellen Speisen zu wirken sondern gleich auf komplette Gruppen von Nahrungsmitteln. So zeigten die Forscher einer Gruppe Probanden salzige Speisen wie Chips, Salzstangen oder Pommes. Eine weitere Gruppe erhielt süßes wie Kuchen oder entsprechende Vorspeisen.

Danach wurden beide Gruppen gefragt wie ihr Appetit auf gesalzene Nüsse anspricht.  Das verblüffende hier, diejenigen die salzige Speisen vorgesetzt bekommen hatten verspürten deutlich weniger Appetit auf die gesalzenen Nüsse.

Welche Rückschlüsse kann man ziehen

Die Forscher erhoffen sich, dass man das Essverhalten während einer Diät durch das zeigen der Fotos besser kontrollieren kann und so eventuelle Heißhungerattacken verhindert. Es hat sich wohl auch herausgestellt, dass der Sättigungseffekt umso größer war je mehr Bilder den Studien Teilnehmern gezeigt wurden. Die Hoffnung der Wissenschaftler besteht darin Übergewichtigen Fotos von besonders beliebten Speisen oder Nahrungsmitteln zu zeigen und so den Appetit darauf zu reduzieren.

Die komplette News gibt es hier http://news.byu.edu/archive13-oct-instagramfood.aspx

(Foto Quelle Brigham Young University)